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17 November 2005

Den Mond angebellt...

Abwechselnd stand ich mal auf dem rechten, mal auf dem linken Bein. Mein Blick aus dem Dachfenster schweifte durch die Nacht. Groß stand der Mond am Himmel. Vollmond. Leichter Nebel zog über die einsame Landstraße. Alle Nachbarhäuser waren schon dunkel. Ich hatte keine Ahnung wie spät es war. Ich fing an zu träumen. Langsam fing mein Blick an zu verschwimmen. Ich versuchte meinen Blick wieder zu schärfen indem ich etwas zur Seite blickte. Auf das Dachfenster. In dem Moment huschte es in meinem Augenwinkel. Voll konzentriert und mit angestrengten Augen suchte ich den Himmel ab. Tatsächlich, eine Sternschnuppe, oder was auch immer. Ich hatte noch nie eine gesehen. Ich zögerte nicht lange und hab mir auch was gewünscht. Glücklich darüber das ich endlich eine gesehen hatte, wollte ich auch nicht das mein Wunsch zu groß ausfiel und er deswegen vielleicht nicht erfüllt werden kann. Ich blieb bescheiden. Mein Blick senkte sich zurück in das Zimmer. Ich sah auf der Fensterbank des Dachfensters einen Marienkäfer stehen. Porzellan, groß, wahrscheinlich Handarbeit. Hübsch bemalt. Ich suchte beiläufig die Fensterbank mit meinen Blicken weiter ab. Ich sah noch ein kleines Plastikschwein. Mein Gesicht formte ein leichtes Grinsen. Wieder blickte ich nach draußen. Mein Gedanke war, wenn ich jetzt einen Schornsteinfeger auf dem Dach des Nachbarn sehen würde, wüßte ich, das das hier nicht real wäre. Ich habe keinen gesehen, blickte noch mal zum großen Vollmond und aus dem Grinsen wurde ein zufriedenes Lächeln.

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über mich gibt es nicht viel zu sagen. bin exzentrisch, introvertiert und hab trotzdem spaß am leben. die meisten menschen kommen mit mir nicht zurecht, aber der rest liebt mich abgöttisch.